
Magnetkraft nutzen – Risse entlarven!
Perfekte Kontrolle: MT-Prüfung & Entmagnetisierung im Fokus

Magnetkraft nutzen – Risse entlarven!
Perfekte Kontrolle: MT-Prüfung & Entmagnetisierung im Fokus
Prüfen & Entmagnetisieren von Stahlbauteilen
Von der Fehlerdetektion bis zur vollständigen Entmagnetisierung – so funktioniert es!
Die Magnetpulverprüfung (MT-Prüfung) ist ein bewährtes Verfahren zur zerstörungsfreien Prüfung von Stahlbauteilen. Sie macht feine Risse und Materialfehler sichtbar, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind – und sorgt so für höchste Sicherheit in der Fertigung. Doch was passiert nach der Prüfung? Um unerwünschten Restmagnetismus zu vermeiden, ist die Entmagnetisierung ein entscheidender Schritt. Unsere moderne Technologien ermöglichen eine effiziente und zuverlässige Entmagnetisierung, damit Bauteile optimal weiterverarbeitet oder eingesetzt werden können.

Gleichstromimpulstechnik
Magnetisierung mit Gleichstromimpulsen
Durch Kondensatorenentladung werden sehr hohe Impulsströme für wenige Millisekunden erzeugt. Die Gleichstromimpulse erzeugen in den zu prüfenden Stahlbauteilen Magnetfeldimpulse, die an den Oberflächenfehlern, z.B. an Rissen als Streufelder austreten.Diese Streufeldimpulse üben eine starke, stoßartige Anziehungskraft auf die Eisenoxidteilchen im Prüfmittel aus, so dass diese sich an den austretenden Streufeldern ansammeln und unter UV-Beleuchtung sichtbar werden.
Dem Anwender bieten sich folgende Vorteile:
gestochen scharfe, klare Rissanzeigen
schnelle MT-Prüfergebnisse bereits nach ca. 3 Sekunden
trotz hoher Leistung kompakte, leichte Geräte, einfache Bedienung
geringer Energieverbrauch, niedrige Betriebskosten
einfaches Bauteilhandling, kein Einspannen der Bauteile
Entmagnetisierung mit Gleichstromimpulsen
Mit Gleichstromimpulsen abnehmender Intensität und wechselnder Polarität können Stahlbauteile sehr gut dauerhaft entmagnetisiert werden.
Direkter Stromdurchfluss
Magnetisierung mit der 4 Pol-Methode
Bei der 4 Pol-Methode fließen die Prüfströme abwechselnd über Kreuz durch das Bauteil. Die vom MT-Prüfgerät erzeugten Gleichstromimpulse werden über Prüfkabel und Magnetpole in das Bauteil eingeleitet. Entlang der Strompfade bauen sich Magnetfelder auf. Die an den Rissen austretenden Streufelder sorgen für eine sauber abgegrenzte Anhäufung von Magnetpulverpartikeln und führen damit zu prägnanten, sauberen Rissanzeigen.
Die 4 Pol-Methode eignet sich vor allem zur Magnetisierung von flächigen Bauteilen und wird sowohl zur MT-Prüfung als auch zur Entmagnetisierung eingesetzt.


Kombinierte Methode
Magnetisierung mit der kombinierten Methode
Bei der kombinierten Methode wird das Bauteil durch eine Kombination von direktem Stromdurchfluss und Spulenmagnetisierung aufmagnetisiert. Die vom MT-Prüfgerät erzeugten Gleichstromimpulse fließen abwechselnd über Prüfkabel und Magnetpole durch das Bauteil, bzw. durch eine um das Bauteil gewickelte Spule. Die an den Rissen austretenden Streufelder sorgen für eine sauber abgegrenzte Anhäufung von Magnetpulverpartikeln und führen damit zu prägnanten, sauberen Rissanzeigen.
Die kombinierte Methode eignet sich vor allem zur Magnetisierung von rotations-symmetrischen Bauteilen und wird zur MT-Prüfung eingesetzt.
Berührungsfreie Methode
Sichere Rissanzeigen durch gekreuzte Magnetfelder
Bei der berührungsfreien Methode werden die Prüfmagnetfelder in zwei zueinander um mindestens 30° gekreuzten Spulen erzeugt und in das Bauteil eingeleitet. Die an den Rissen austretenden Streufelder sorgen für eine sauber abgegrenzte Anhäufung von Magnetpulverpartikeln und führen damit zu prägnanten, sauberen Rissanzeigen. Es können mehrere Bauteile auf unserem MT-Prüftisch gleichzeitig auf Längs- und Querfehler berührungsfrei geprüft und entmagnetisiert werden.
Die berührungsfreie Methode eignet sich vor allem zur Magnetisierung von kompakten Bauteilen auch unterschiedlicher Geometrie und wird sowohl zur MT-Prüfung als auch zur Entmagnetisierung eingesetzt.
